Nichts ist unmöglich – Toyota!
Toyota bringt den eigenen Slogan auf eine neue Verständnisebene: nichts ist unmöglich – auch bei Toyota kann so einiges schiefgehen! Inwiefern die Vorwürfe, die meines Wissens derzeit nur in den USA gegen Toyota erhoben werden, wahr sind, kann ich nicht beurteilen. Aber eine gewisse Eigennützigkeit will ich der weidwunden Autoindustrie in den USA dennoch unterstellen. Jedenfalls ist mir kein derartiger Zwischenfall aus Europa bekannt. Oder gibt es tatsächlich einen seriösen Bericht, der ein klemmendes Gaspedal als Ursache für einen Unfall beschreibt? Mir ist aus Europa keiner bekannt, zumindest nicht aus den deutschsprachigen Medien. Es wurde zwar viel berichtet (was ja auch gut und recht ist), aber dafür auch neutral.
Dennoch bleibt ein fader Beigeschmack an der ganzen Sache. Es gibt Berichte, aus denen zu entnehmen ist, dass sich Mitarbeiter von Toyota auf die Schulter klopften, weil sie erfolgreich eine sauteure Rückrufaktion vermieden hatten, oder Toyota grundsätzlich hätte anders reagieren müssen bzgl. der Vorwürfe, die zunehmend an eine Hetzjagd erinnern. Denn eines kann man jetzt schon sagen: Toyota hat sich der Öffentlichkeit gegenüber tatsächlich nicht vorbildlich verhalten. Zu lange wurde gezögert mit Statements, zu lange wurden beschwichtigende Weisheiten vom Stapel gelassen, die keinen interessierten. Inwiefern dieses Verhalten zum Bumerang in eigener Sache werden könnte, zeichnet sich im Moment ja deutlich ab. Oder wie ist die Höchststrafe, mit der die US-Regierung den japanischen Autohersteller bestrafen will, zu verstehen?
Wie auch immer dieses Schauspiel ausgehen mag, Fakt ist, dass es in Europa nachweislich noch keine Zwischenfälle gegeben hat, aufgrund derer Menschen wegen eines klemmenden Gaspedals zu Schaden gekommen sind. Die Rückrufaktion ist in vollem Gange, auch mein Aygo war schon zur Kontrolle in der Werkstatt, Ergebnis: mein Aygo ist davon gar nicht betroffen, weil nicht das Gaspedal des amerikanischen Herstellers CTS verbaut ist, denn nur die Pedale dieses Herstellers sind wohl der Auslöser vieler fadenscheiniger Zwischenfälle. Zufall? Ein Schelm wer böses dabei denkt
Man könnte schließlich auch auf die Idee kommen, dass hier die USA mehr als nur einen Finger im Spiel hatte, um der eigenen Autoindustrie wieder auf die Beine zu helfen.
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